Donnerstag, 30. September 2010

Reining-Gold für Tom McCutcheon

(sj) Tom McCutcheon (USA) heisst der Einzel-Goldgewinner im Reining an den WEG in Kentucky. Kronfavorit Shawn Flarida riss ein Stück des Steigbügel-Riemens, er musste darauf hin das Horn festhalten, um nicht runterzufallen und fiel damit aus den Entscheidungen. Silber geht an Craig Schmersal (USA), Bronze geht an den Titelverteidiger Duane Latimer (CAN). Die Europäer blieben ohne Medaille. Der beste Europäer war Grischa Ludwig (GER) auf Rang fünf.


Die Reining-Champions (v.l.): Craig Schmersal (USA, Silber),
Tom McCutcheon (USA, Gold) und Duane Latimer (CAN, Bronze).

Foto: Sascha P. Dubach


Interview mit dem Silbermedaillen-Gewinner Craig Schmersal (englisch):
Hier klicken um MP3 anzuhören

Mittwoch, 29. September 2010

Exploit von Marcela Krinke-Susmelj

(gz) Die Schweizer Dressurmeisterin Marcela Krinke Susmelj hat mit Corinth überraschend den Kür-Final erreicht. Wie im Grand-Prix überzeugte das Luzerner Paar auch im GP Spécial. Es übertraf die 70-Prozentmarke erneut und qualifizierte sich mit dem zwölften Rang für den Final der besten 15 am Freitag. Die Tierärztin totalisierte mit ihrem 14-jährigen Oldenburger-Wallach 70,417 Punkte, was zum Erreichen der Kür genügte. Nach etwas mattem Beginn steigerte sich Corinth deutlich. Besonders hohe Noten erhielt der Braune, im Besitz von Irene Meyer, im starken Schritt und starken Galopp. «Ich habe das Soll klar übertroffen und bin glücklich, in der Kür dabei zu sein», sagte Krinke Susmelj und fügte an: «Zunächst machte ich zu viel Druck, was sich auf das Pferd übertragen hat. Als ich risikovoller ritt, löste sich die Verkrampfung.»

Gewonnen hat Edward Gal im Sattel von Totilas mit 85,708 Punkten vor Laura Bechtolsheimer (GBR) mit Mistral Hoiris (81,708) und Steffen Peters (USA) mit Ravel (78,542). Erstmals seit Jahrzehnten bleibt Deutschland ohne Einzel-Medaille.


Interview mit Edward Gal (englisch): Hier klicken um MP3 anzuhören


Marcela Krinke Susmelj und Corinth.

Podium GP Spécial (v.l.): Laura Bechtolsheimer (GBR, Silber),
Edward Gal (NED, Gold) und Steffen Peters (USA, Bronze).

Fotos: Dirk Caremans

Alle Schweizer Pferde eingetroffen

(ds) Mittlerweile sind alle Schweizer Pferde im Kentucky Horse Park eingetroffen. Die Vierbeiner der beiden Fahrer Werner Ulrich und Daniel Würgler absolvierten bereits einige lockere Trainingseinheiten vor ihren Kutschen. Gestern Dienstag erreichten auch die Springpferde, jene von Para-Equestrian Dressur sowie die Voltige-Pferde den Park. Diese werden nun ebenfalls sorgfältig auf ihre in der zweiten Woche stattfindenden Wettbewerbe vorbereitet.

Auch die Kutschen der beiden Vierspänner-Fahrer sind ohne Schaden
in Lexington angekommen.

Foto: Evelyne Niklaus (fnch.ch)

Marcela Krinke Susmelj übertrifft Erwartungen

(gz) Im Grand Prix der Dressurreiter konnte sich Marcela Krinke Susmelj auf dem 14-jährigen Oldenburger Wallach Corinth mit 70,340 Prozentpunkten auf dem ausgezeichneten 13. Rang platzieren. Das beste Ergebnis, das die Luzerner Tierärztin je in ihrer Laufbahn erreicht hat. Dank dieser unerwarteten Leistung hat sich das Paar problemlos für den Grand Prix Spécial der 30 besten Teilnehmer nach dem Grand Prix qualifiziert. «Meine Erwartungen sind übertroffen worden. Je länger das Programm, umso sicherer gelangen die Lektionen. Es ging alles so leicht. Nun mache ich mir sogar leise Hoffnung für die Qualifikation zur Kür», sagte die überglückliche Reiterin.

Im Rahmen der Möglichkeiten fiel auch der Auftritt von Elisabeth Eversfield-Koch aus. Mit dem bereits 17-jährigen The Lion King wurde sie mit 66,340 Zählern benotet. Das Resultat ergab den 40. Platz von 66 Teilnehmern. Die fehlenden Punkte für die Startberechtigung im Grand Prix Spécial vergab das Paar vor allem bei den Piaffen, die nicht nach Wunsch gelangen. «Das war mein erstes internationales Championat. So gesehen bin ich zufrieden», erklärte Elisabeth Eversfield-Koch.

Die Prüfung gewann der Holländer Edward Gal mit Totilas (84,083) überlegen vor der Britin Laura Bechtolsheimer mit Mistral Hojris (82,511) und dem US-Amerikaner Steffen Peters mit Ravel (78,596).

Mannschaftsgold holte wie erwartet Holland - trotz der Disqualifikation ihrer zweifachen Europameisterin Adelinde Cornelissen. Sie wurde ausgeschlossen, weil ihr Pferd Parzival am Mund blutet. Silber eroberte Grossbritannien, Deutschland musste sich mit Bronze zufrieden geben.

Marcela Krinke Susmelj mit Corinth
Foto: Dirk Caremans

Dienstag, 28. September 2010

Schock für Hollands Dressurteam

(gz) Paukenschlag zu Beginn des zweiten Dressurtags bei den Weltreiterspielen in Kentucky: Die Holländerin Adelinde Cornelissen wurde kurz nach Beginn des Grand Prix disqualifiziert. Ihr Pferd Parzival hatte ein blutiges Maul. Die 31-jährige Doppel-Europameisterin zählte zum engsten Favoritenkreis und fehlt jetzt als Stütze ihres Teams.


Die Chancen für Holland auf Mannschaftsgold bleiben aber intakt. Die Equipe führt nach dem Auftritt von zwei Paaren deutlich vor Deutschland und Grossbritannien und kann sich durch Edward Gal mit seinem Paradehengst Totilas noch Gold sichern, da jeder Mannschaft ein Streichergebnis zur Verfügung steht.

Splitter


Zahlenspiele
(ds) Die WEG in Kentucky gehört mittlerweile zu den grössten Sport-Events weltweit. Grösser – zumindest von der Anzahl Athleten – sind nur noch die Olympischen Sommer- und Winterspiele. Die Zahlen sind eindrücklich: Die Organisatoren haben Nennungen aus insgesamt 58 Nationen erhalten. Am Start sind rund 800 Athleten mit 800 bis 900 Pferden. Zuschauer-Tickets wurden in 55 Länder und in alle US-Staaten verkauft. Akkreditiert sind rund 1100 Medienvertreter aus über 30 Nationen. Damit die Organisation reibungslos verläuft sind insgesamt 5000 freiwillige Helfer engagiert. Die gesamte Fläche des Kentucky Horse Parks beträgt 4,85 Quadrat-Kilometer. Die Wertschöpfung aus diesem Grossanlass berechnete die ortsansässige Universität auf 167 Millionen US-Dollar.

Forfaits in letzter Minute
(gz) Die britische Springreiterin Tina Fletscher kann wegen einer leichten Sehnenverletzung ihres Pferdes Hello Sailor bei der WM nicht starten. Sie wird durch den Routinier Robert Smith mit Talan ersetzt.

Absagen musste auch die australische Vielseitigkeitsreiterin Megan Jones. Ihr Pferd Irish Jester hatte den 30-stündigen Trip von Sydney nach Los Angeles schlecht überstanden und ging mit leichtem Fieber in die Quarantäne. Dort sollen Funktionäre den australischen Veterinär den Zugang zum Pferd verhindert. Erst nach 17 Stunden, als das Fieber auf 41 Grad stieg, durfte der 17-jährige Wallach behandelt werden. Zu spät für einen Start der Team-Silbermedaillengewinnerin und Vierten in der Einzelwertung bei den Olympischen Spielen in Hongkong.

Auf einen Start verzichten muss auch die irische CC-Reiterin Liz Powers. Ihr Pferd verletzte sich nach der Ankunft im Horse Park im Training.

Dressur bei Halbzeit


(gz) Wie erwartet dominierten die Holländer am ersten Tag in der Dressur. Imke Schellenkens-Bartels mit Sunrise (73,447) liegt nach der Hälfte aller Konkurrenten im Grand Prix vor dem Deutschen Chris­toph Koschel mit Donnperignon (72,638) und ihrem Landsmann Hans Peter Minderhoud mit Nadine (72,255) an der Spitze. In der Teamwertung scheint Holland ungefährdet, starten die ihre beiden stärksten Vertreter Edward Gal und Adelinde Cornelissen erst in der zweiten Hälfte des Feldes. Zu einer spannenden Angelegenheit dürfte der Kampf um Silber und Bronze werden. Die Differenz zwischen Deutschland und Grossbritannien beträgt nach je zwei Auftritten knapp zwei Prozentpunkte. Den Einzug in die nächste Runde, den Grand Prix Spécial, schaffen die bes­ten 30 Paare. Dafür dürfte ein Total von zwischen 67 und 68 Prozentpunkten ausreichen. Resultate, die sich die beiden Schweizerinnen Marcela Krinke Susmelj und Elisabeth Eversfield-Koch zum Ziel gesetzt haben.

Montag, 27. September 2010

Titelverteidigung

(ds) Die spanische Distanzreiterin Maria Mercedes Alvarez Ponton (Nobby) konnte ihren WM-Titel von 2008 in Malaysia in der Endurance über 160 Kilometer erfolgreich verteidigen. Das äusserst spannende Rennen wurde erst auf den letzten Kilometern entschieden. Silber eroberte sich Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum – Gatte der FEI-Präsidentin Prinzessin Haya – vor seinem Sohn Hamdan. Die Mannschaftwertung gewannen die Vertreter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Silber durften die Franzosen und Bronze überraschend Deutschland in Empfang nehmen.

Siegerehrung Team (v.l.): Frankreich (Silber), Vereinigte Arabische
Emirate (Gold) und Deutschland (Bronze).

Scheich Hamdan bin Mohammed al Maktoum (Bronze), dahinter
Goldmedaillen-Gewinnerin Maria Mercedes Alvarez Ponton
im Sattel von Nobby.

Fotos: Dirk Caremans

Sonntag, 26. September 2010

US-Boys siegen im Reining

(sj) Die erste Team-Entscheidung ist gefallen und zwar im Reining. Gastgeber USA dominierte in der Besetzung Shawn Flarida, Craig Schmersal, Tom McCutcheon und Tim McQuay den Wettkampf und gewann Gold. Silber geht dank eines herausragenden Rittes von Bernard Fonck an Belgien. Bronze sicherte sich Italien. Stefano Massignan deutete in diesem Team die Medaillenhoffnungen für das Einzelfinale am Donnerstag an. Solche Chancen werden nebst den US-Reitern, Fonck und Massignan auch Sylvia Rzepka (GER), Rudi Kronsteiner (AUT) und Titelverteidiger Duane Latimer (CAN) hegen.

Stimmungsvolle Eröffnungsfeier


(ds) In eindrücklichen Bildern präsentierte das Organisationskomitee ihre Kultur und die Meilensteine in der Geschichte Kentuckys. Die obligate US-Nationalhymne wurde von Gospel-Singern gemeinsam mit einem 250-köpfigen Chor – begleitet von einem Sinfonie-Orchester – intoniert. Quasi «Standing-Ovation» gab es für die Demonstration eines Mini Kentucky-Derby mit vier Rennpferden. Zu Country-Musik liefen die Delegationen der 58 teilnehmenden Nationen unter Applaus der Zuschauer ein. Punkt 20 Uhr Ortszeit wurde die Schweiz vorgestellt. Als Fahnenträger amtete Delgationsleiter Claude Nordmann, der das Dressurteam anführte. Nach einer anmutigen Zehner-Friesen-Quadrille wurde Box-Legende Muhammad Ali durch die Arena gefahren. Im Anschluss wurden die sechsten FEI World Equestrian Games offiziell für Eröffnet erklärt.


Samstag, 25. September 2010

US-Team in Führung


(ds) Nach der ersten Hälfte der Teamwertung im Reining führt wie erwartet das US-Team die Rangliste an. Dahinter sind die Österreicher, Brasilianer, Belgier und Niederländer in Lauerstellung. Italien folgt auf Rang neun; Kanada ist auf dem zwölften Rang.
In der Einzelwertung führt der 38-jährige Norditaliener Stefano Massignan auf Yellow Jersey mit einem Score von 224,0. An der Pressekonferenz meinte er dann auch: «Mein Pferd liebt dieses Pattern...». An zweiter und dritter Stelle sind die US-Boys Craig Schmersal (Mister Montana Nic) und Tim McQuay (Hollywoodstinseltown). Der Deutsche Grischa Ludwig liegt mit Hot Smokin Chex ex-aequo auf dem dritten Rang. Wacker geschlagen hat sich auch die holländische Dressurqueen Anky van Grunsven, die auf Whizashiningwalla mit dem Score von 211,0 auf dem 14. Zwischenrang liegt.


Interview mit Anky van Grunsven (englisch):
http://www.lloydbell.co.uk/access/client_zone/Anky%20-%20NED%20rein%2025-9.mp3

Erste Eindrücke


(ds) Nach einer langen Anreise ist die «PferdeWoche» – ausgestattet mit allen nötigen Akkreditierungen – im Kentucky Horse Park in Lexington angekommen. Das erste was auffällt ist die enorme Dimension der Anlage, die in der Breite (zwischen Fahrstadion und Indoor-Arena) rund zwei Kilometer beträgt. Noch ist es verhältnismässig ruhig, doch die Vorfreude auf die Eröffnungsfeier, die in fünf Stunden beginnt, ist spürbar.

Hauptstadion fünf Stunden vor der Eröffnungs-Zeremonie


Scheich Mohammed al Maktoum und sein Sohn geben dem TV-Sender CNN ein Live-Interview.

Fotos: Sascha P. Dubach


Donnerstag, 23. September 2010

PferdeWoche vor Ort


(ds) Am Freitagvormittag fliegen Chefredaktor Georges Zehnder und Sascha P. Dubach (Stv. Chefredaktor) an die World Equestrian Games nach Lexington/Kentucky. Unter den Kürzeln «gz» und «ds» berichten wir ab Samstag täglich von den Entscheidungen in den acht Disziplinen sowie dem Abschneiden der Schweizer Delegation. Dazu versuchen wir mit Fotos, Videos und Beiträgen von Aktiven, die Stimmung vor Ort einzufangen, um unseren Leserinnen und Lesern einen Eindruck von den sechsten Weltreiterspielen zu vermitteln. «Surfen» Sie vorbei... es lohnt sich – wir freuen uns!

Die FEI wagt eine Prognose...


(ds) Die Medienverantwortlichen des Internationalen Pferdesportverbandes wagen eine Prognose und nennen die absoluten Spitzen-Favoriten. Man darf gespannt sein, ob sie richtig liegen...

Endurance
Team: Frankreich
Einzel: Maria Alvares Ponton (ESP) und Nobby

Reining
Team: USA
Einzel: Rudi Kronsteiner (AUT) und Einstein’s Revolution

Dressur
Team: Deutschland oder Holland
Einzel: Edward Gal (NED) und Totilas sowie Adelinde Cornelissen (NED) und Parzival

Concours Complet
Team: Deutschland
Einzel: Keine Prognose

Springen
Team: Deutschland, Frankreich, USA
Einzel: McLain Ward (USA) und Sapphire und des weiteren Kevin Staut (FRA), Marcus Ehning (GER) und Eric Lamaze (CAN)

Para Equestrian Dressur
Team: Grossbritannien
Einzel: Lee Pearson und Anne Dunham (GBR)

Voltige
Team: Österreich
Einzel Damen: Joanne Eccles (GBR)
Einzel Herren: Kai Vorberg (GER) und Nicolas Andreani (FRA)

Vierspänner
Team: Holland, Deutschland, Schweden, Schweiz und USA
Einzel: Boyd Exell (AUS)

Mittwoch, 22. September 2010

Kurz-News


Kolik bei Ankunft
(ds) Das Pferd Poespass der Belgischen Endurance-Reiterin Karin Boulanger bekam einige Stunden nach der Ankunft in der WEG-Quarantänestation eine Kolik. Der Vierbeiner wur­de sofort in die Klinik überführt. Die sofort durchgeführte Operation war erfolgreich, die Erwartungen sind optimistisch. Für das belgische Endurance-Team ist der Ausfall ein herber Rückschlag.

Transport-Odysee
(ds) Die Australische Vielseitigkeitsreiterin Megan Jones muss ihr Pferd Kirby Park Irish Jester zurückziehen. Der Vierbeiner wurde auf dem Transport von Australien in die USA krank. Der Trip der Aussies wurde auch als «Flight from hell» (Flug aus der Hölle) bezeichnet, denn sie mussten von Australien via Singapur, Anchorage (Alaska) und Los Angeles (Westküste USA) nach Lexington reisen. Megan Jones wird nun durch Peter Atkins – der in den USA lebt – ersetzt.

Wert setzt auf «Hannes»
(pd) Die deutsche Dressurreiterin Isabell Werth reitet bei den Weltreiterspielen den 14-jährigen Hannoveraner-Wallach «Warum nicht FRH». Bislang hatte sich die fünfmalige Olympiasiegerin die Entscheidung offen gelassen, ob sie ihr Olympiapferd Satchmo oder den zwei Jahre jüngeren Warum nicht FRH bei den Weltmeisterschaften satteln würde. «Hannes ist in einer sehr guten Form. Das war keine Entscheidung gegen Satchmo, sondern für Hannes», sagte Werth.

Montag, 20. September 2010

450 Pferde fliegen nach Kentucky

(ds) Im Moment findet gerade der grösste jemals durchgeführte Pferdetransport in der Luft statt. Rund 450 Pferde aus Europa werden in diesen Tagen in spezielle Luftfracht-Boxen verladen und von Lüttich (BEL) aus in die USA geflogen. Dazu kommen weitere 19 Vierbeiner aus Australien und Asien sowie 35 aus Südamerika.

Nachfolgend ein Video von FEI.TV über die Verladung der Pferde in Lüttich.





Freitag, 17. September 2010

Muhammad Ali an der Eröffnungsfeier


(ds) Morgen in einer Woche findet die feierliche Eröffnung der Weltreiterspiele statt. Mit von der Partie ist auch Muhammad Ali. Die in Kentucky aufgewachsene Box-Legende übernimmt einen zentralen Part in der zweieinhalbstündigen Zeremonie. Mit dabei sind auch 1500 Personen – von acht bis 80 Jahren – und gegen 200 Pferde. Gefeiert wird das WEG-Debüt in den USA mit Szenen aus der Prärie, dem Broadway, dem Wilden Westen und dem tiefen Süden. Die Show ist eine Reise durch die Geschichte des Pferdes und den damit verbundenen Stationen in den USA.
In der Tradition der Eröffnungsfeiern an Weltreiterspielen kommt auch die Musik nicht zu kurz. Für die diesjährigen WEG wurde eigens eine «World Equestrian Games Fanfare» komponiert, die an der Zeremonie von einem 100-köpfigen Orchester der Universität von Kentucky intoniert wird.

Mittwoch, 15. September 2010

Quarantäne-Station bereit

(ds) Die temporäre Quarantäne-Station für die Pferde aus Übersee, welche an den Weltreiterspielen teilnehmen, ist fertig gestellt. Die Einrichtung befindet sich auf dem Flughafen Cincinnati im Norden von Kentucky. Rund 500 Vierbeiner werden in den nächsten Tagen erwartet, die sich während mindestens 42 Stunden in den temporären, während 24 Stunden überwachten, Stallungen aufhalten werden. Nach Ankunft in den USA werden die wertvollen Pferde vom Landwirtschafts-Ministerium und den WEG-Veterinären gemeinsam empfangen. Wird die Genehmigung zum Start erteilt, werden die vierbeinigen Athleten per Transporter in den Kentucky Horse Park überführt.

Die temporären Stallungen sind von einem doppelten Sicherheitszaun umgeben.
Foto: pd

Dienstag, 14. September 2010

23 Reiter und 23 Pferde nach Kentucky

(wy/ds) Die Schweizer Delegation für die Weltreiterspiele vom 25. September bis 10. Oktober in Lexington/Kentucky (USA) umfasst 23 Reiter/innen und 23 Pferde. «Wir hoffen auf drei bis vier Medaillen», so Verbandspräsident Charles F. Trolliet an der heutigen Medienkonferenz in der Wagenremise des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport (SVPS) in Bern.
Die fünf Schweizer Equipenchefs (v.l.): Peter von Grebel (Dressur), Simone Rubli
(Para-Equestrian), Micaël Klopfenstein (Fahren), Silvia Huonder (Voltige)
und Rolf Grass (Springen).
Die helvetischen Nationalfarben werden in fünf der acht offiziellen FEI-Dizplinen vertreten sein: Im Springreiten, im Viererzug-Fahren, in der Dressur, im Voltige und erstmals mit zwei Einzel-Dressurreiterinnen in den Para Equestrian-Wettbewerben.

Die Gesamtkosten für die Schweizer Expedition zu den erstmals in Übersee stattfindenden Weltreiterspielen betragen rund 900’000 Franken. 60 Prozent übernimmt der Verband, für die restlichen Kosten waren die Disziplinen und die Reiter selbst verantwortlich.

Gruppenbild mit den Reiter/innen, Voltigierern und Fahrer,
die an der Medienkonferenz in Bern teilnahmen.
Fotos: Sascha P. Dubach

Montag, 13. September 2010

Erste Pferde eingetroffen



(ds) Nur noch 14 Tage bis zur Eröffnungfeier der Weltreiterspiele. Am Freitag, 10. September, trafen die ersten acht Vierbeiner in den WEG-Stallungen ein. Es sind dies die Endurance-Pferde aus Chile und Guatemala. Sie verbrachten nach ihrem Flug in die Vereinigten Staaten die Quarantäne in Miami und wurden nun auf dem Landweg nach Kentucky gebracht. Die ersten Pferde aus Europa werden diese Woche erwartet und verbringen ihre Quarantäne-Zeit in Nord-Kentucky.


Die ersten Pferde sind eingetroffen.
Foto: pd

Freitag, 10. September 2010

Teilnehmende Länder

Nach dem ersten offiziellen Nennschluss ist klar: Insgesamt werden 58 Nationen an den WEG teilnehmen. Doch interessanterweise nur deren drei mit Athleten in allen acht Disziplinen. Es sind dies Gastgeber USA, Deutschland und Australien.


Vollständige Liste unter: Participating Countries – Nominated Entries